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Das Problemkind Kormoran

E I N L E I T U N G 

Am Kormoran scheiden sich die Geister. Während sich Vogelschützer wegen der steigenden Bestände freudestrahlend die Hände reiben, verzweifeln manche Fischwirte und Vereine wegen der enormen Schäden, die durch den Kormoran an ihren Gewässern verursacht werden.

Von Vogelschützern wird dabei immer wieder argumentiert, dass der Mensch an den Schäden doch schließlich selbst schuld ist, die durch den Kormoran verursacht werden. Das ist grundsätzlich auch richtig, denn in den letzen Jahrhunderten sind die meisten Fließgewässer zu technischen Gewässern verkommen die nur noch dazu dienen, schnell und mit so wenig Platz wie möglich, sehr viel Wasser abzuführen. Außerdem werden sie als Sport- und Spielplatz, als Wasserstraße, Vorfluter und als grüner Energielieferant missbraucht und geschunden. Und durch die von Menschen verursachte Eutrophierung der Teiche und Seen hat diese Vogelart doch erst die Grundlagen für die rasante Vermehrung bekommen.

Das ist aber nicht die Schuld von uns Anglern. Im Gegenteil, die Probleme sind bereits seit Jahrzehnten bekannt und wurden stets von uns Anglern angeprangert! Wo waren denn ab Mitte des letzten Jahrhunderts die sogenannten Naturschützer?

Es wurden auch von uns in den letzten Jahrzehnten enorme Anstrengungen unternommen, viel Zeit und Geld investiert, um die negativen Auswirkungen zu mindern und sogar die Sünden anderer zu tilgen. Aber erst in den letzten Jahren werden die immer wieder gestellten Forderungen nach Reinhaltung der Gewässer, Durchgängigkeit und Renatuierung von Fließgewässern erfüllt, wenn auch letztlich nur zögerlich.

Die Kläranlagen wurden auch erst aufgerüstet, als massive Schadensersatzforderungen nach Fischsterben die Abwasserverbände zu solchen Maßnahmen regelrecht zwangen. Einige Abwasserverbände erwägten in der Vergangenheit sogar ernsthaft, die Fischereirechte zu übernehmen und selbst den Fischbesatz mit unempfindlichen und billigen Fischen zu tätigen, damit sich beim nächsten Fischsterben die Schadensersatzforderungen in Grenzen halten. Es ist ganz einfach so, dass erst reagiert wird, wenn sich der Aufwand auch tatsächlich lohnt, der Naturschutz juckt da wenig.

Entgegen der landläufigen Meinung sind wir Angler auch keine Unmenschen, die fischfressenden Vögeln generell ablehnend gegenüberstehen. Der mögliche Ertrag der von Vögeln befischten Gewässern wird in den meisten Fällen sowieso nicht vollständig ausgeschöpft. Jede Tierart soll bitteschön ihren Anteil am abschöpfbaren Ertrag eines Gewässers bekommen, es ist in unserem Verein auch deswegen noch niemals ein Eisvogel, Gänsesäger, Reiher oder Haubentaucher verscheucht worden.

Der Kormoran würde genauso toleriert werden, wenn sich dieser in den letzten Jahren nicht so rasant vermehrt hätte. Die Dosis macht schließlich das Gift. Aufgrund der positiven Bestandsentwicklung wurde der Kormoran sogar aus Anhang I der Europäischen Vogelschutzrichtlinie sowie aus der deutschen Roten Liste gestrichen, wenngleich er wahrscheinlich aus Provokation von Naturschutzverbänden zum Vogel des Jahres 2010 ernannt wurde.

Das Jagdverhalten des Kormorans spielt auch noch eine große Rolle für die nicht gerade positive Einstellung zu der gegenwärtigen Situation. Wenn 40 oder mehr Vögel in ein Gewässer einfallen und über mehrere Tage ihren Tagesbedarf von bis zu 400 g Fisch decken, ist das sicherlich auch ein sehr großer finanzieller Verlust. Der Ärger über das Vernichten wiedereinbürgerter, ehemals beheimateter Fischarten wiegt weitaus schwerer. Schwärme von mehr als 40 Vögeln sind übrigens in den vergangenen Jahren des öfteren bei der Jagd an der Usa beobachtet worden.

Angler dürfen Fische nur ab einem bestimmten Mindestmaß entnehmen, das soll ein mindestens einmaliges Laichen sicherstellen. Der Kormoran dagegen fängt am häufigsten Fische der Größenklassen von ca. 10 bis 28 cm. Diese Fische haben meist (je nach Fischart) noch nicht die Laichreife erreicht und können somit nicht zum Erhalt der Population beitragen.

Wie verschiedene Untersuchungen zeigen, beispielsweise ein 2005 vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt in Auftrag gegebenes, sind insbesondere Äschenbestände extrem gefährdet. Diese Fischart konnte man in den meisten Gewässern der Äschenregion in den achziger Jahren des letzten Jahrhunderts fast nirgendwo mehr antreffen. Erst in der jüngsten Vergangenheit ist es durch große Anstrengungen gelungen, die Bestände zumindestens vor der endgültigen Vernichtung zu retten. Besatzversuche mit dem auf der roten Liste stehenden Fischen wurden auch von der Notgemeinschaft Usa unternommen.

Die Qualität der Fließgewässer hat sich nun endlich merkbar gebessert und die Durchgängigkeit wurde in manchen Bereichen fast vollständig wiederhergestellt. Nachdem sich nun die Voraussetzungen in Deutschland derart gebessert haben, dass sich die Bestände an Äschen endlich erholen könnten, macht das jetzt der Kormoran zunichte. Das ist beispielsweise in der Eder unterhalb der Staumauer belegt (Dr. Ulrich Schwevers & Dr. Beate Adam, Institut für angewandte Ökologie, Kirtorf-Wahlen) . Während in einem gut struktuierten Gewässer die Bachforelle wenigstens noch Unterstände aufsuchen kann, und so vor der endgültigen Vernichtung geschützt ist, ist das bei der Äsche aufgrund ihres Verhaltens nicht der Fall.

Das Fluchtverhalten der Äsche, die sich bei Gefahr auf den Gewässergrund zurückzieht, macht es verständlich, dass diese Fischart wesentlich stärker von der Bejagung des Kormorans betroffen ist als die Bachforelle. Selbst wenn nicht alle Tiere herausgefangen werden, reicht die Bestandsdichte der verbleibenden Fische meist nicht mehr aus, die natürliche Reproduktion sicherzustellen. Ein ehemals Rote-Listen-Tier (Kormoran) gefährdet also ein anderes Rote-Listen-Tier (Äsche). Aber selbst solche Fakten, die beispielsweise durch Gutachten vereidigter Fischsachverständiger belegt sind, werden immer wieder abgestritten.

Zur mittelfristigen Entschärfung würde es ja bereits reichen, wenn Europaweit geeignete Maßnahmen zur Bestandsregulierung beispielsweise in Form von Eientnahme in Brutkolonien durchgeführt würden. In Dänemark werden beispielsweise in Brutkolonien Eier mit Paraffinöl unfruchtbar gemacht. Auch ist es möglich, durch Scheinwerfer die Kormorane ein oder zwei Tage vom Brutgeschäft abzuhalten, so dass die Eier auskühlen.



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B E S T A N D S S C H Ä D I G U N G 

Untersuchungen haben ergeben, dass Kormorane viel mehr Fische schädigen, als sie tatsächlich verzehren. Bei der Jagd verletzen die Vögel mit ihren scharfen Hakenschnäbeln viele Fische, so dass diese Fische später an ihren verpilzten Wunden verenden. Nach Untersuchungen kann in einem häufig bejagten Gewässer der Prozentsatz an Fischen, die durch Schnabelhiebe verletzt werden, zwischen 20 – 65% des gesamten Fischbestandes erreichen.

Fatalerweise tauchen diese Verluste in keiner Statistik auf und werden aus dem Bewusstsein des Vogelschutzes ausgeblendet. Scheinbar können auch Bilder nicht mehr überzeugen, denn es existieren genügend Ablichtungen von Fischen, die durch Kormorane verletzt wurden. Es liegen mittlerweile darüber auch genug belastbare Zahlen von Berufsfischern vor.


 


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A B H I L F E   S C H A F F E N 

Es wird von keinem uns bekannten Anglerverband gefordert, dass der Kormoran durch Abschüsse gänzlich ausgerottet wird. Einzelne Stimmen, die so etwas fordern, kann man entgegnen, dass Abschüsse auschließlich zur Dezimierung, wie teilweise in Frankreich praktiziert, sowieso keine Wirkung gezeigt haben.

Momentan wird aber leider gar nicht reagiert, oder es wird als Alternative empfohlen (Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten in München), Gewässer mit einer Fläche bis zu einem Hektar mit Schutznetzen zu überspannen, wahrlich kein schöner Anblick. Blickt man einmal kurz über den Tellerrand, erkennt man, dass auch auf anderen Kontinenten ähnliche Probleme existieren.

So ist beispielsweise die Situation des Kormorans in Nordamerika mit der in Europa vergleichbar. Der Unterschied ist nur, dass dort ein funktionierendes, grenzüberschreitendes Kormoran-Management existiert. Dort gibt es eine zentrale Behörde, das ist der U.S. Fish and Wildlife Service (USFWS oder einfach FWS). Bereits im Jahr 2003 entstand ein über 200-seitiger Managementplan, der seitdem konsequent umgesetzt wird. Ziel ist die Reduzierung um 160.000 Tiere ohne negative Folgen für die Population.

Würden die heimischen Wildschweine genau so regelmäßig in Naturschutzgebiete, Parks oder Vorgärten in großen Mengen einfallen und alles auffressen, was da kreucht und fleucht, wäre das Geschrei auch sogenannter Naturschützer groß. Selbst wenn so etwas nur in einer Woche des Jahres vorkommen würde, wären die Folgen zumindest für alle sichtbar, bei den meisten Menschen endet der Blick aber direkt an der Wasseroberfläche.

Wir leben nun mal in einer stark veränderten Kulturlandschaft und nicht in irgendeinem, sich selbst überlassenen Urwald. Allein durch unsere Anwesenheit beeinflussen wir die in unserem Lebensraum liegenden Ökosysteme, ob wir wollen, oder nicht. Es ist ganz und gar unverständlich, dass nur wir Angler immer als "die Bösen" und alle anderen als "die Guten" hingestellt werden. Angler und Fischer werden auch meist mit dem Attribut "einfache, ungebildete Menschen“ in einen Topf geworfen und abqualifiziert. Vorgebrachte Argumente, die durch seriöse wissenschaftliche Untersuchungen und unabhängige Gutachten belegt sind, werden immer wieder durch andere als wissenschaftlich widerlegt hingestellt, man wird einfach nicht ernst genommen. Rauchen ist laut Dr. Tabak eben doch nicht schädlich!

Man stellt es sogar so hin, als ob sich alle Fischereirechtsinhaber ihre Verluste aus den Fingern saugen würden, nur um den ach so bösen Hobby- und Nahrungskonkurrenten zu diffamieren. Der Vogelschutz lässt sich in der Öffentlichkeit eben leichter vermarkten, weil keinerlei Nutzungsinteressen dahinterstehen und ein flauschiger Vogel bei den meisten Menschen mehr Mitleid erweckt, als ein glitschiger Fisch.



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B E S T A N D S E N T W I C K L U N G 

Im Altertum gab es Brutgebiete überwiegend an Küsten und an großen, fischreichen Strömen im Binnenland.

Ab dem 15 Jahrhundert wurde dem Kormoran als Nahrungskonkurrent in den Brutkolonien nachgestellt. Eutrophierte Seen und Flüsse mit einem Überfluss an Biomasse gab es damals noch nicht und der Fisch war für viele Menschen die einzige Eiweißquelle.

Der eigentliche Niedergang im Binnenland kam aber erst durch die großen Flussregulierungen im 19. Jahrhundert.

Anfang des 20. Jahrhunderts war der Kormoran im Binnenland fast völlig ausgerottet.

Um 1960 war in Europa der tiefste Populationsstand, es gab weniger als 5000 Brutpaare der westlichen Kontinentalrasse.

Erst in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts erholten sich langsam die Bestände, nachdem Schutzbestimmungen erlassen wurden und einige Pestizide verboten wurden.

Ab den achziger Jahren explodierte der Bestand förmlich, heute werden in Europa über 160.000 Brutpaare mit über 1,1 Mio. Vögeln der westlichen Kontinentalrasse gezählt.


 

Kormoran



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N A H R U N G S S P E K T R U M 

Immer wieder werden von Vogelschützern Speiballenuntersuchungen vorgebracht, welche belegen sollen, dass sich die flauschigen Tierchen fast ausschließlich von "wertlosen" Fischen ernähren, welche auch wir Angler nicht gerne fangen. Diese Untersuchungen beleuchten aber bei weitem nicht alle Aspekte, sind also nur ein Teil der Wahrheit.

Sind in den Bereichen, wo Kormorane auf die Jagd gehen, fischreiche Seen, Teiche oder größere Flüsse vorhanden, wird die Hauptnahrung selbstverständlich aus den sogenannten Weißfischen (Cyprinidae) und barschartigen (Percidae) bestehen. Ganz einfach deshalb, weil diese dort am häufigsten anzutreffen sind. Kormorane sind eben Nahrungsopportunisten.

Das Verhältnis kehrt sich aber um, wenn keine solchen Gewässer in der Nähe sind, oder die Stillgewässer im Winter bei Frost nicht zugänglich sind. Können also die eutrophierten Gewässer, zu denen in Mitteleuropa nahezu alle größeren Gewässer gehören, den Nahrungsbedarf der Kormorane noch problemlos stillen, ist das in kleineren Fließgewässern nicht mehr der Fall.

Bei einem Bach von 3m Breite muss dieser bereits über 3,3 km lang sein, damit man auf eine Fläche von 1 Hektar kommt. Der Ertrag, also die Menge an Fischen, die ohne eine Bestandsschädigung entnommen werden kann, liegt bei etwa 120 kg pro Hektar und Jahr. Man kann sich nun sehr leicht ausrechnen, dass bereits wenige Kormorantage im Winter ausreichen, um den Bestand eines solchen Gewässers irreparabel zu schädigen. Selbst bei einem extrem niedrig angelegten Tagesbedarf von 300 g Fisch pro Tag ist also der Jahresertrag einer Gewässerstrecke von über 3 km bereits nach 400 Kormorantagen abgeschöpft, bei 40 Vögeln also nach 10 Tagen.

Da sich der Bruterfolg der Kormorane aber nicht nach den paar wenigen Tagen im Jahr richtet, an dem diese wegen einer Eisschicht auf kleinere Fließgewässer ausweichen und eventuell mit weniger Nahrung auskommen müssen, richtet sich die Reproduktionsrate der Vögel an der Verfügbarkeit von Nahrung der restlichen Tage des Jahres. Es ist also nicht anzunehmen, dass der Bestand wegen Nahrungsmangel an wenigen Tagen im Jahr rückläufig ist.

Die Speiballenuntersuchungen, die meist an den Schlafplätzen gesammelt werden, geben also nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit wieder, bei einer Statistik würde man auch von einer Manipulation durch Auslassen sprechen. Nachfolgend ein paar Fakten, die einen anderen Ausschnitt der Wirklichkeit wiederspiegeln.

So ergaben beispielweise Untersuchungen in Österreich (aus der Schweiz liegen ähnliche Untersuchungen vor) über mehrere Jahre hinweg folgendes:

Nahrungsanalysen der jeweiligen Winter 1996/97 ... 2004/05.
Insgesamt 347 Kormorane mit Mageninhalt gingen in die Untersuchung ein!

Verteilung der wichtigsten Arten:
Salmonidae (Lachsfische) wurden in 64% der Mägen gefunden. Individuen=220 Stück
Thymalliadae (Äschen) wurden in 31% der Mägen gefunden. Individuen=152 Stück
Cyprinidae (Karpfenartige) wurden in 30% der Mägen gefunden. Individuen=679 Stück
Percidae (Barsche) wurden in 12% der Mägen gefunden. Individuen=150 Stück

Der Gewichtsanteil der Cyprinidae und Percidae ist aber am Gesamtgewicht sehr gering, da die Größe der Einzelexemplare gering im Vergleich zu den anderen war. In den letzten Wintern der Untersuchung war der Anteil von Salmoniden (inkl. Äschen) sogar noch deutlich höher und der der restlichen Fischarten weitaus geringer.

Verlierer sind immer die kleinen Gewässer, die meist noch einen anderen Fischbestand enthalten, wie die großen Ströme. Mehrere kalte Winter hintereinander können also ein ganzes Gewässersystem unwiderbringlich schädigen.


 

Äsche



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D I E   B E D R O H U N G   F Ü R   D I E   U S A 

Die größte Gefahr des Bachforellen-, Meerforellen- und des möglichen Äschenbestandes der Usa geht von Kormoranen aus. Diese Vögel können als Schwarm innerhalb weniger Stunden eine größere Gewässerstrecke leerfischen. Da es sich für diese Vögel aus energetischen Gründen nicht lohnt, ausschließlich Jagd auf Kleinfische zu machen, werden die am häufigsten anzutreffenden Fische ab einer gewissen Minimalgröße von ca. 10 cm bis zu einer maximalen Größe von etwa 28 cm bevorzugt. Das haben wissenschaftliche Untersuchungen des Mageninhaltes zweifelsfrei ergeben.

Elritzen, Groppen, Schmerlen und Gründlinge fallen allein schon aus diesen Gründen weg, was aber nicht ausschließt, dass auch diese vereinzelt in den Mägen der Vögel landen. Was in der Usa übrigbleibt, sind somit Döbel, Äschen und Bachforellen. Wo vorhanden, kommen noch Barsche, Rotfedern oder Rotaugen als Futterfische in Frage, in einigen Bachabschnitten der Usa sind diese aber recht selten anzutreffen. Auch die Auswahl an passenden Döbeln ist nicht sehr üppig, wenn man davon ausgeht, dass ein großer Teil dieser Fische die 400 Gramm-Marke bei weiten überschritten haben und somit nicht in das optimale Beuteschema passen.

Als die am besten passende Fischart der Usa verbleiben somit die Äschen, Bachforellen oder die neuerdings eingesetzten Meerforellen. Die meiste Zeit des Jahres ist es sicherlich nicht sehr wahrscheinlich, dass Kormorane massenhaft einfallen, aber besonders im Winter, wenn Stillwasserflächen zugefroren sind, bleibt diesen Tieren oft nichts anderes übrig, als an offenen Fließgewässern ihre Nahrung zu suchen. Auch an der Usa sind schon mehr als 40 Stück auf einmal über mehrere Tage beim Fischen beobachtet worden.

Werden die Tiere nach der Jagd gestört, beispielsweise durch freilaufende Hunde oder unachtsame Spaziergänger, reduzieren diese Vögel ihr erhöhtes Startgewicht (die Federn nehmen aufgrund ihrer Struktur Wasser auf), indem die verzehrten Fische ausgespien werden. Vergrämung durch Verjagen ist also keine gute Idee, denn die verlorengegangene Nahrung beschafft sich der Vogel dann anderswo.



 


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