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Waldteich, Fischbestand und allgemeines

A L L G E M E I N E S 

Der Waldteich wurde im 18. Jahrhundert angelegt, um das Wasserrad am Ludwigsbrunnen auch in sehr trockenen Monaten weiterbetreiben zu können. Das unmittelbare Einzugsgebiet des in den Waldteich fließenden Deutergrabens reicht in Nord- Südrichtung von der Hasselheck bis an den Galgenkopf, in westlicher Richtung bis an die Autobahn und hat eine Fläche von ca. 2,8 Quadratkilometern.

Das erweiterte Einzugsgebiet mit 1,6 Quadratkilometern liegt westlich der Autobahn und reicht bis fast an den Winterstein. Trotz einiger Durchlässe durch die Autobahn hat der mehrspurige Ausbau mit Drainagewirkung diesen Bereich nahezu abgeschnitten. Dieses Gebiet ist zudem sehr waldreich und hat somit eine weitaus größere Speicherfähigkeit für Wasser, als das östlich der Autobahn gelegene Gebiet.

Das Wasser ist zwar nicht weg, kommt aber leider nur auf der westlichen Seite der Autobahn in der Nähe Tannenhof wieder zum Vorschein. Dort läuft es wegen den topografischen Gegebenheiten in Richtung Ober Mörlen, statt den Waldteich zu speisen. Das macht sich besonders in den Sommermonaten bemerkbar, in denen der Deutergraben kein Wasser mehr führt. Das Trockenfallen zieht sich meistens bis in den Dezember hinein.

Es ist übrigens nur ein Gerücht, dass uns die Ockstädter Wissegickel das Wasser abgegraben haben, damit genug für ihren Golfplatz übrigbleibt. Ein Blick auf eine topografische Karte mit Höhenlinien reicht aus, um es als unwahr bloßzustellen.

Der untere Waldteich hat eine Fläche von ca. 2.800 Quadratmeter, der mittlere von 1300 Quadratmeter. Die Teiche sind nicht sehr tief, der untere an der tiefsten Stelle etwa 1,8 m, der mittlere Teich ist lediglich um den Auslauf etwa genau so tief. Der größte Teil des mittleren Teiches ist aber wesentlich flacher, nur etwa 30 % sind tiefer als 1 m.

Der untere Teich ist das letzte Mal im Jahr 1989 entschlammt worden. Durch die Eutrophierung und den Eintrag von Laub geht die Wassertiefe immer weiter zurück. Das geht einher mit einer Temperaturerhöhung des Wasserkörpers im Sommer und somit einer geringeren Speicherfähigkeit von Sauerstoff. Das führt wiederum zu einer erhöhten Freisetzung von im Sediment gespeicherten Phosphaten, was diesen Prozess weiter antreibt.

In den nächsten Jahren ist also mit der rapiden Abnahme der Wasserqualität zu rechnen. Das gleiche gilt auch für den zweiten Teich, hier ist ein komplettes Ausbaggern das letzte Mal 1972 erfolgt. Der zweite Teich trocknet bei mangelndem Zulauf im Sommer mittlerweile auf einer sehr großen Fläche aus, eine größere Tiefe wäre also auch hier von Vorteil, denn das Absinken des Wasserspiegels um einen bestimmten Betrag spielt dort keine so große Rolle.



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F I S C H B E S T A N D 

Aal

Da der Waldteich keine direkte Verbindung zu einem Fließgewässer hat, sind diese Fische natürlicherweise nicht im Waldteich zu finden. In den letzten Jahren wurden einige Male kleinere Exemplare eingesetzt, die, was die Fangergebnisse belegen, sehr gut abgewachsen sind.

Bachsaibling

Die gefangenen Fische stammen sicherlich von einem Besatz mit Regenbogenforellen und sind nicht explizit eingesetzt worden.

Barsch

Wenn man der Fangstatistik Glauben schenken darf, sind die Korpulenzfaktoren der gefangenen Barsche durchschnittlich bis hoch. Das deutet auf einen guten Bestand an passenden Kleinfischen hin. Kapitale Exemplare wie im Kurparkteich werden aber eher selten gefangen, ab einer gewissen Größe fallen diese wahrscheinlich ihren größeren Nahrungskonkurrenten Hecht oder Zander zum Opfer.

Brasse

Diese Fischart wurde nach dem letzten Ausbaggern des unteren Teiches nicht eingesetzt. Wahrscheinlich ist diese beim Ablassen des mittleren Teiches dort unbeabsichtigt eingebracht worden und hat sich mittlerweile prächtig vermehrt. Die Bestandsdichte ist recht hoch, trotzdem ist der Bestand noch nicht verbuttet. Es werden sogar kapitale Exemplare von mehr als 1 kg gefangen. Das liegt sicherlich auch daran, dass diese Fischart von den Vereinsmitgliedern stark befischt wird, die Notwendigkeit dazu wird auch immer wieder angesprochen.

Giebel

Wie den Fangstatistiken zu entnehmen ist, wurde auch ein Giebel gefangen. Da diese Fischart nie eingesetzt wurde, kann sie wie die Brasse eigentlich nur aus dem mittlerem Teich stammen, wo sie übrigens auch nie explizit eingesetzt wurde und wahrscheinlich bei einer Besatzmaßnahme unbeabsichtigt eingebracht wurde.

Hecht

Der Waldteich ist hervorragend für einen Hechtbestand geeignet. Die Flachwasser- und Uferzonen mit ihrem Schilf- und Wasserpflanzenbestand bieten reichlich Unterstände und Laichmöglichkeiten. So wurden in den vergangenen Jahren immer wieder schöne Exemplare gefangen. Nach dem Neubespannen vor fast 20 Jahren wurden keine Hechte mehr eingesetzt, da aber seitdem Exemplare aller Größen gefangen werden, ist eine natürliche Reproduktion somit ein Faktum.

Die Fangmenge eines durchschnittlichen Jahres liegt bei etwa 7 Kilogramm, das ist ein sehr guter Ertrag für ein Gewässer dieser Größe.

Schleie

Schleien wurden bisher wenig gefangen. Da diese Fischart aber auch bei einer hohen Bestandsdichte nicht sehr häufig gefangen wird, sagt dies nicht viel aus. Es fehlen vielleicht auch die richtigen Experten, welche die notwendige Geduld, Zeit und das Wissen mitbringen, dieser Fische habhaft zu werden. Vielleicht reift ja einer unserer Jungangler in Zukunft zu solch einem Experten heran.

Spiegelkarpfen, Schuppenkarpfen

Jedes Jahr werden etwa 50 kg gut genährte Karpfen gefangen, das entspricht einem Hektarertrag von 140 Kilogramm pro Hektar. Falls besetzt wird, werden keine ausgewachsenen Exemplare eingesetzt, meistens reichen ein- oder zweisömmrige Karpfen aus den zweiten Teich aus.

Mit der Entnahme der Fische wird auch regelmäßig eine gehörige Portion Phosphat aus dem Teich entfernt.

Regenbogenforelle

Im ersten und letzten Drittel eines Jahres werden meistens auch Regenbogenforellen besetzt. Der frühe und späte Zeitpunkt ist so gewählt, dass die Temperatur des Waldteiches in etwa denen der Zuchtgewässer entspricht, was die Verluste gegen Null gehen lässt. Auch der Zuchtbetrieb wird sorgfältig ausgewählt, was für eine hohe Qualität der Besatzfische sorgt.

Die Fische legen nach dem Besatz auch noch kräftig an Gewicht zu, so dass mit deren Entnahme nach dem Fang auch noch einiges an Phosphor aus dem Teich ausgeschleust wird.

Rotauge, Rotfeder, andere Kleinfischarten, Teichmuscheln

Der Bestand an diesen Tierarten ist nicht gefährdet. Sie kommen in jeder Größe vor, eine natürliche Reproduktion ist gewährleistet.
Erfreulich ist der sich reproduzierende Bestand an Bitterlingen, der auch auf einen guten Bestand an Teichmuscheln schließen lässt.

Von uns Anglern wurden nach dem Neubespannen über 3 Zentner Teichmuscheln eingesetzt. Diese sind vor dem Ausbaggern aus dem Teich geborgen worden, in verschiedenen Teichen auch unserer Mitglieder gehältert und anschließend wieder eingesetzt worden.

Zander

Für den Zander gilt fast das gleiche, wie für den bereits angesprochenen Hecht, lediglich Anfang der neunziger Jahre wurde ein Initialbesatz getätigt. Seitdem wurden keine Zander mehr eingesetzt, es werden aber trotzdem immer wieder Exemplare aller Größen gefangen, von einer natürlichen Reproduktion kann man also ausgehen.

Es wurden in den vergangenen Jahren immer wieder schöne Exemplare gefangen. Die Fangmenge eines durchschnittlichen Jahres liegt bei etwa 8 Kilogramm, das ist ein sehr guter Ertrag für ein Gewässer dieser Größe.

Wie man an den Korpulenzfaktoren der Raubfische sieht, stehen in diesem Gewässer genügend Futterfische für die beiden Fischarten Hecht und Zander zur Verfügung. Da der Hecht Unterstände bevorzugt und der Zander eher ein Freiwasserjäger ist, füllen beide Arten eine im Teich vorhandene ökologische Niesche aus und kommen sich nicht in die Quere.



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R E K O R D F I S C H E 

Nachfolgend die jeweils 3 schwersten Fische einer Fischart, die in den letzten 10 Jahren gefangen wurden

Aal : 98 cm, 2,600 kg
Aal : 85 cm, 1,400 kg
Aal : 75 cm, 0,920 kg

Bachforelle : ? cm, 0,450 kg

Barsch : 26 cm, 0,600 kg
Barsch : 25 cm, 0,350 kg
Barsch : 30 cm, 0,300 kg

Brasse : ? cm, 4,000 kg
Brasse : 39 cm, 0,980 kg
Brasse : 40 cm, 0,700 kg

Giebel : 36 cm, 0,850 kg

Hecht : 85 cm, 4,600 kg
Hecht : 83 cm, 4,420 kg
Hecht : 67 cm, 3,200 kg

Regenbogenforelle : 68 cm, 3,800 kg
Regenbogenforelle : ? cm, 2,400 kg
Regenbogenforelle : ? cm, 2,350 kg

Rotauge : 40 cm, 0,700 kg
Rotauge : 25 cm, 0,200 kg
Rotauge : ? cm, 0,200 kg

Rotfeder : 40 cm, 0,700 kg
Rotfeder : 32 cm, 0,400 kg
Rotfeder : ? cm, 0,200 kg

Saibling : 45 cm, 1,300 kg
Saibling : 48 cm, 1,200 kg
Saibling : 38 cm, 0,360 kg

Schleie : 45 cm, 1,100 kg
Schleie : 40 cm, 0,800 kg
Schleie : 40 cm, 0,700 kg

Schuppenkarpfen : 64 cm, 4,500 kg
Schuppenkarpfen : 48 cm, 3,200 kg
Schuppenkarpfen : 64 cm, 3,050 kg

Spiegelkarpfen : 80 cm, 8,900 kg
Spiegelkarpfen : 81 cm, 6,480 kg
Spiegelkarpfen : 69 cm, 6,000 kg

Zander : 75 cm, 4,200 kg
Zander : 64 cm, 2,800 kg
Zander : 63 cm, 2,700 kg



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